Montag, 20. Juni 2016

Mörderischer Mistral - Cay Rademacher *Rezension*

Rezension zu "Mörderischer Mistral" 
von Cay Rademacher







Inhalt:

Mord in der Provence - Capitaine Roger Blancs erster Fall

Von der Frau verlassen und in die Provinz versetzt: 
Capitaine Roger Blanc steht vor den Trümmern seines Lebens. 
Bis vor Kurzem war er erfolgreicher Korruptionsermittler in Paris, doch dabei ist er mächtigen Leuten auf die Füße getreten. 

So findet er sich bald allein in seiner neuen Behausung in der Provence wieder, einer verfallenen Ölmühle, die ihm vor Jahren ein Onkel vermacht hatte. 
Aber bevor Blanc sich im kleinen Ort Gadet nur ein wenig zurechtfinden kann, wird ihm ein Mordfall zugewiesen. 

Unversehens verfängt sich der Capitaine in einer Intrige, die ihn tiefer in die Strukturen seiner neuen Heimat führt, als ihm lieb ist.

Und auch an seine neuen Kollegen muss er sich erst gewöhnen: 
an seinen Partner Marius, der sich mehr für Rosé interessiert als für die Arbeit. An die temperamentvolle Computerspezialistin Fabienne, die überall hinzugehören scheint, nur nicht in dieses verschlafene Städtchen. 
Und an die so gefürchtete wie attraktive Untersuchungsrichterin Aveline Vialaron-Allègre, die ausgerechnet mit ebenjenem Politiker verheiratet ist, der Blancs Karriere ruiniert hat.

Da geschieht ein zweiter Mord – und es kommt zum Showdown in den Pinienwäldern, die der Mistral gerade in ein wütendes Flammenmeer verwandelt.


Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch und den Folgeband im Rahmen einer Buchverlosung erhalten. Dafür vielen Dank!

Die Geschichte um Roger Blanc hat mir soweit recht gut gefallen.Vor allem der Kollege Marius und Blanc selbst sind mir sehr sympathisch gewesen.

Der Autor Cay Rademacher versteht es zudem sehr gut, dem Leser ein lebhaftes Bild der Provence zu verschaffen.
Durch die tollen Beschreibungen der provinzialischen Umgebung und der sehr treffenden Charakterisierung der Gesellschaft fühlt man sich als ob man selbst dabei wäre.

Das Buch hat mir soweit auch ziemlich gut gefallen, nur leider kam meiner Meinung nach die Spannung deutlich zu kurz.
Es ist ja eben doch ein Krimi und kein Roman. Und bis auf die letzten 30 Seiten fand ich das Buch leider ziemlich langweilig. 
Klar es ist toll geschrieben und die Ermittlungsarbeit ist auch sehr interessant gestaltet, aber es gibt keinen einzigen Spannungsmoment. 

Sogar der Mörder wurde schon vor dem eigentlichen Showdown entlarvt, sodass es nicht mal am Schluss einen Überraschungseffekt gab.

Das fand ich sehr schade, da die Geschichte durchaus Potenzial für mehr Überraschungen hatte.
Ich habe die ganze zeit auf den großen Knall gewartet, der aber leider nicht kam.


Fazit:
Ein wirklich tolles Buch, wenn man ein Frankreich-Fan ist und keinen spannenden Krimi erwartet.
Für mich etwas zu unspektakulär aber dennoch nicht schlecht. 

Band 2 werde ich auf jeden Fall noch eine Chance geben, da ich Blanc und seinen Kollegen Maruis total sympathisch finde.
Vielleicht steigt die Spannungskurve ja im Folgeband.

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